upcoming events (spring 2015)

  • Muttertag Movie Screening - May 10
  • Eurovision Song Contest hosted by Austria - May 23 - More details and RSVP here

events in winter 2015 

  • Tour of the Trumer Pils Brewery in  Berkeley, Ca. - March 13, 2015

events in fall 2014 

  • October 24 - US Ambassador to Austria Alexa Wesner meets Austrian Stanford students and reseachers

events in summer quarter 2014

  • July 19 - SACK Wandertag (Day Hike) to Angel Island

events in spring quarter 2014

  • April 16: Spirit Austria - innovation event together with Austrian Innovation Center Silicon Valley
    More than 60 students and visitors gathered at the Stanford Graduate School of Business. Burton Lee (Stanford European Entrepreneurship and Innovation) and Peter Platzer (founder of Nanosatisfi) talked about what Austria can learn from Silicon Valley. See summary below
  • April 22: Conversation with Gerald Reischl, technology editor at KURIER

  • May 14: Conversation with Anita Zielina, Deputy Editor in Chief of Stern
     


‚Äčevents in winter quarter 2014

  • January 19: Dumpling Evening at Rains
    We celebrated the recognition of the Stanford Austria Club as an official voluntary student organization by the University. 

     
  • January 29:  Visit of Christoph Leitl, President of the Austrian Chamber of Commerce
    We gave Christoph Leitl's group a tour around campus, attended his talk, and were invited to dinner with him and his guests. 

     
  • February 4: Conversation with Manfred Nowak, Visiting Professor at the Europe Center
     
  • March 12: Schlipfkrapfen Evening in Mountain View

events in fall quarter 2013

  • September 29: Election Breakfast at Knight Garage
    For the first time, twelve students and visiting students from Austria met to watch the election coverage of the Austrian Broadcasting Corporation. We decided to start a student organization.

  • December 12: Christmas Dinner at Restaurant Naschmarkt in Campbell



Spirit Austria
Was Österreich vom Silicon Valley lernen kann. Und umgekehrt.

"In Österreich lehrt man den Studenten die Theorie des Entrepreneurship. In Stanford lernen die Studenten, wie man Unternehmen gründet und aufbaut." Burton Lee kennt den Unterschied zwischen Europa und dem Silicon Valley, er unterrichtet Innovation für Ingenieure in Stanford; sein Spezialgebiet sind Entrepreneurship und Innovation in Europa. In Wien hat er am Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen und als Berater für die Bank Austria gearbeitet - der perfekte Gastredner also für "Spirit Austria", einer Veranstaltung des Stanford Austria Club und des Austrian Innovation Center Silicon Valley am 16. April 2014 am Stanford Campus. Die Mitglieder der beiden Organisationen wollten herausfinden, was Österreich vom Silicon Valley lernen kann. Und umgekehrt.

 

 

Während in Europa an den Universitäten eine Wissenschaftskultur vorherrsche, gehe es in Stanford immer auch um die Innovationskultur, sagt Burton Lee. In Europa werde vor allem in Vorlesungen unterrichtet, in Stanford erlebten die Studenten hingegen selbst, wie ein Unternehmen gegründet und wie nutzerzentrierte Produktentwicklung funktioniere." Einer unserer Kurse zwingt die Studenten dazu, den Klassenraum zu verlassen und mit zumindest 100 Nutzern innerhalb von zehn Wochen zu sprechen."

Änderungsbedarf in Österreich sieht Lee auch bei Aktienoptionen für Mitarbeiter. Im Silicon Valley kämen jährlich 2000 bis 5000 neue Technologie-Millionäre hinzu, schätzt er; der Börsenstart von Twitter habe 1600 Menschen zu Millionären gemacht, darunter viele Entwickler und Ingenieure. Die Technologie-Millionäre würden anschließend neue Firmen gründen oder in Start-ups investieren. In Europa gebe es dieses Ökosystem jedoch nicht. "Das Steuersystem in Österreich ist darauf ausgelegt, dass möglichst wenige Menschen Millionäre werden. Aber wenn es nicht eine höhere Zahl an Technologie-Investoren gibt, fällt es schwer, ein Start-up-Ökosystem zu erschaffen", sagt Lee.

In der Liste jener Unternehmen, die es von Österreich ins Silicon Valley schaffen, sieht Burton Lee eine Lücke zwischen Großfirmen und Start-ups: den Mittelstand. Dabei gebe es gerade für inhabergeführte Betriebe in den USA Potential: "Die USA brauchen den österreichischen Mittelstand, um ihre verarbeitende Industrie auf den aktuellen Stand zu bringen." Der Mittelstand solle ins Silicon Valley kommen, sich IT-Wissen aneignen, und dann ihr industrielles Know-How vermarkten, empfiehlt Lee. Das könne das Silicon Valley von Österreich lernen.

Schließlich sieht Lee auch bei Medien Nachholbedarf. "Viele Medien in Europa behandeln gescheiterte Unternehmen wie gesellschaftlich Geächtete, viele Medien stecken sie in eine Kategorie mit Betrügern und der Mafia." Gemeinsam mit dem Mangel an erfolgreichen Vorbildern, “high flyers”, schrecke das viele Menschen davon ab, ein Start-up zu gründen.

Peter Platzer, den zweite Gastredner bei “Spirit Austria”, sieht hingegen keine Ausrede mehr, kein Unternehmen zu gründen. “Wir finden keine Investoren” will der Gründer von Nanosatisfi als Entschuldigung nicht mehr gelten lassen. Der Absolvent der TU Wien und der Harvard Business School hat sein Unternehmen, das Satelliten produziert, mit Hilfe von Crowdfunding gestartet. Zehn Milliarden Dollar würden weltweit über Crowdfunding dieses Jahr bereitgestellt, sagt Platzer. “Das ist eine komplett neue Art, ein Unternehmen zu gründen - eine günstige Methode, um herauszufinden, ob eine Idee überhaupt Anklang bei den Konsumenten findet.”

Platzer wirbt dafür, dass auch andere österreichische Unternehmen Crowdfunding-Kampagnen starten. Er warnt jedoch davor, den Arbeitsaufwand zu unterschätzen. “Es funktioniert nicht nach dem Motto: Internetseite veröffentlichen und schon strömt das Geld herein.” Platzer arbeitet nach dem 3P-Modell (Planung, Präsentation, PR) - er beginnt zwei Monate vor dem Start einer Kampagne mit der Planung, er stellt ein hochwertiges Video her (wer kein Video anbietet erreicht sein Kampagnenziel mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit nicht), und er sorgt mit Hilfe von mehreren PR-Agenturen weltweit dafür, dass möglichst viele Menschen seine Kampagne sehen - der wichtigste Faktor für den Erfolg.

Platzer empfiehlt, namhafte Partner zu gewinnen und auf der Kampagnenseite zu veröffentlichen, um Vertrauen herzustellen. Während der Kampagne sammelt er Daten über das Nutzerverhalten, justiert die Höhe der möglichen Spenden neu, fügt weitere Videos hinzu, und sorgt dafür, dass Kommentare rund um die Uhr in mehreren Sprachen beantwortet werden. Wenn österreichische Start-Ups lernen, Crowdfunding professionell einzusetzen, hätten sie gute Chancen, eine Startfinanzierung zu finden, um einen Prototypen oder das erste Produkt zu entwickeln - und dann nach weiteren Finanzierungsquellen zu suchen.

Im Anschluss an die Vorträge unterhielten sich die Teilnehmer von “Spirit Austria” bei Bier aus Österreich über die unterschiedliche Einstellung, Risiken einzugehen, die Vorteile der hohen Lebensqualität in Österreich, und über die Berufswahl von Ingenieuren nach dem Hochschulabschluss. In weiteren Veranstaltungen der “Spirit Austria”-Reihe wollen die Mitglieder des Stanford Austria Club und des Austrian Innovation Center Silicon Valley eine “Innovations-Charta” für Österreich entwickeln.

Der Stanford Austria Club, eine offizielle Studentenorganisation an der Stanford Universität, wurde im Dezember 2013 von Reinhard Ekl, Martin Kotynek, Sebastian Schuster, Leonard Bronner sowie weiteren Studenten der Stanford Universität gegründet. Der Club vernetzt Studenten, Fellows, Post-Docs, Forscher und Professoren am Campus, die aus Österreich kommen oder an Österreich interessiert sind; außerdem ist der Club Anlaufstelle für alle, die mit der österreichischen Community in Stanford Kontakt aufnehmen wollen.

Das Austrian Innovation Center Silicon Valley ist eine Non-Profit-Organisation, das Startups, Firmen, Forschern und Menschen aus Österreich und der Donau-Region hilft, sich mit dem kreativen und innovativen Geist des Silicon Valley zu verbinden. AICSV wurde von Mario Herger mitgegründet, bietet Zugang zu Trainingsprogrammen, Investorentreffen, Konferenzen, Start-Ups, und hilft bei der Eröffnung einer eigenen Niederlassung im Silicon Valley.


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